Dass jemand, der auf einen Rollstuhlfahrer angewiesen ist, nicht unbedingt auf Abenteuer verzichten muss, bewiesen uns Ursula und Ella aus Holland. Die beiden Frauen sind mit einem Adventurer Wohnmobil von Fraserway RV unterwegs, das extra für Rollstuhlfahrer umgebaut wurde. Wir hatten die beiden vor drei Wochen beim Start ihrer Reise bei Fraserway in Delta/Vancouver kurz getroffen und waren ganz interessiert zu erfahren, wie das Reisen  im Wohnmobil als Rollstuhlfahrer klappt. Jetzt haben wir sie zufällig auf dem Parkplatz am Nairn Falls Provincial Park nördlich von Whistler wiedergetroffen.


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An der Sunshine Coast hätten wir locker drei Wochen Urlaub verbringen können. Am liebsten einen Erholungsurlaub mit Strandspaziergängen an Ufern, die mal am Pazifischen Ozean und mal an ruhigen Gewässern an sich lang ins Land hineinstreckenden Meeresarmen liegen. Ab und an eine kleine Wanderungen durch bezaubernde Parks wie den Smuggler Cove Provincial Park. Ein nur 1,5 Kilometer langer Weg führt durch Wälder mit Erdbeerbäumen (Arbutus menziesii) und Tannen vorbei an einer Biberburg und hinaus an eine malerische Bucht, umrandet von rundgeschliffenen Granitfelsen.


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Our MotorhomeAn dieser Stelle möchte ich ein paar Informationen zu unserem Wohnmobil geben, welches wir bei der Firma Fraserway RV gekauft haben. RV ist die Abkürzung für Recreational Vehicle (Freizeitfahrzeug). Es ist zwar schon 11 Jahre alt (Baujahr 2000) aber dadürch sehr günstig. Es hatte auch nur 58.023 Kilometer runter und innen war es sehr sauber und gepflegt. Dieser Typ Wohnmobil wird als Class A (Vollintegriert) bezeichnet, d.h. das Fahrerhaus ist zum Wohnbereich hin ganz offen. Die Sitze (Fahrer- und Beifahrer) können zum Wohnraum gedreht werden.


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In den ersten Wochen in Kanada ist es selbst ein kleines Abenteuer einen Kaffee und ein belegtes Brötchen zu bestellen. Sei es Starbucks, Tim Hortens oder Mac Donalds,  oder auch in einem guten Restaurant, man muss immer mit unerwarteten Zusatz-Fragen rechnen. Hier kommt ein Beispiel was wir in den ersten Tagen bei Tim Hortens, einem Ur-kanadischen „Kaffeehaus“ mit Fast-Food-Ketten-Charme erlebten.

Wir haben Vancouver verlassen und sind jetzt an der Sunshine Coast, wo es sonnig sei, sobald es nicht regnet, wie ein Einheimischer sagte, den wir bei dicker Bewölkung am Ufer trafen. Die Sunshine Coast liegt nördlich von Vancouver, eigentlich nur einen Steinwurf entfernt, es gibt aber keine Straße dorthin. Die einzige Verbindung ist eine Fähre, die täglich acht mal verkehrt, die Überfahrt dauert 40 Minuten und ist allein schon die Reise wert.

Typisch kanadisches FrühstückWährend unser Wohnmobil warten muss, bis es auf die große Hebebühne darf, um untersucht zu werden, nutzen wir die Zeit, um frühstücken zu gehen. Unweit der Werkstatt liegt das Zentrum von Cloverdale. Entlang der Hauptstraße reihen sich Geschäfte und Restaurants aneinander. Die Architektur ähnelt wie in allen anderen Kleinstädten, die wir bisher gesehen haben, einer Westernstadt, die Gebäude sind meist nur ein- oder zweistöckig und haben dies Fassaden, wie wir sie aus Wildwest-Filmen kennen. Nur stehen davor keine Pferde, sondern Autos und die Straße ist nicht staubig, sondern geteert. An den Straßenlaternen hängen auffallend üppig und in leuchtenden  Farben blühende Pflanzen.

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