Unsere erste Woche im Wohnmobil verbringen wir mit Warten auf unsere zwei Paletten aus Teneriffa, und dem Beseitigen von Pannen. Eigentlich dachten wir noch ein wenig Vancouver genießen zu können.

Nach vier Wochen in Vancouver, in denen wir ein Wohnmobil gesucht, ausgewählt und gekauft haben, ziehen wir endlich in unser neues, fahrendes Heim ein. Eigentlich könnte jetzt die Reise beginnen, aber wir warten noch auf unsere Sachen aus Teneriffa. Fraserway RV hat uns freundlicherweise mit Dingen wie Bettdecken, Kissen, Handtüchern und Geschirr versorgt, so dass wir die ersten Tage überbrücken können, bis unsere zwei Paletten mit Umzugskartons ankommen.

WohnmobilsucheAls absolute Greenhorns begeben wir auf die Suche nach einem Wohnmobil. Von zu Hause aus hatten wir uns per Internet auf verschiedenen Verkaufsseiten (Tipp: www.kijiji.ca) über das Angebot an Wohnmobilen informiert aber wir wissen noch nicht welcher Typ, welche Länge und welche Ausstattung für uns das Richtige ist. Wir wissen nur, wir wollen einige Monate, oder auch länger mit dem Gefährt unterwegs sein, darin leben und wenn möglich auch arbeiten. In den ersten zweieinhalb Wochen haben wir uns etwa 25 bis 30 Wohnmobile angeschaut, sowohl bei Händlern als auch bei Privatleuten.

Vancouver

An einem herrlichen Sonntag Vormittag, nach einer Woche Wohnmobilsuche, gönnen wir uns mal einen richtigen Ausflug und fahren mit den Skytrain nach Downtown. Man fährt hier nämlich nicht in die City oder etwa ins City Center sondern nach Downtown (Innenstadt). Unser Ziel ist ein Fahrradvermieter, denn wir wollen heute den Stanley Park kennenlernen. Diese grüne Lunge Vancouvers liegt am Ende der Landzunge, auf der auch die Innenstadt von Vancouver liegt. Auf der einen Seite wird diese von einem Meeresarm, dem Burrard Inlet, umgeben, der sich weit ins Land hineinstreckt, auf der anderen Seite erstreckt sich die English Bay.

Abflug Frankfurt 14:45 Uhr
Ankunft Vancouver 16:15 Uhr
9 Stunden Zeitverschiebung
10,5 Stunden Flugdauer

Nach zehn ein halb Stunden Flug kamen wir im Juni 2011 in Vancouver an, im Handgepäck einen Ordner mit unseren wichtigsten Unterlagen, angefangen von der Internationalen Geburtsurkunde über sämtliche Zeugnisse nebst englischer Übersetzung und Bankbestätigung, bis hin zum aller wichtigsten: dem Dokument, das unsere unbefristete Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis für Kanada bescheinigt. Auf dem weichen Teppichboden des Ankunftsterminals schritten wir unserem neuen Leben entgegen und bestaunten den auffallend schön gestalteten und sauberen Flughafen. Irgendwo floss Wasser wie in einem Bach und an anderer Stelle plätscherte ein Wasserfall an einer künstlerisch gestalteten Wand hinunter. Davor eine riesige runde Holzskulptur mit einer indianischen Schnitzerei verziert.  Wir sind überwältigt von der besonderen Atmosphäre, die die Ankunft angenehm machte und ein heimeliges Gefühl vermittelte.

Die Sandstein-Formationen in Drumheller waren schon beeindruckend, aber was wir am Sonntag zu sehen bekamen war ein schöner Abschluss unserer Reise. Kurz nach Drumheller gibt es eine Stelle mit einer großen Ansammlung von so genannten Hoodoos.

Diese von Wind und Wasser geformten Sandsteinsäulen beeindrucken nicht so sehr durch ihre Höhe wie jene, die wir in Banff gesehen haben, sondern sind wegen ihrer Ausdehnung und Vielfalt sehenswert. Vor dem blauen Himmel, der uns aufwartete, sind die hellen Formationen mit ihren weichen Linien ein tolles Fotomotiv.

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