Payne LakeKurz vor Weihnachten war es endlich soweit. Es war Sonntag, der 23. Dezember und es war 20º C wärmer als die Tage zuvor. Und nicht mehr so windig. So waren minus 6º C genau richtig, um früh morgens mit drei netten "Local Guys" zum Payne Lake 30 Kilometer östlich von Waterton zu fahren.

Am See angekommen standen schon zwei Zelte auf dem zugefrorenen See. Wir packten unsere Sachen aus dem Auto und Ben fing gleich an, ein paar Löcher mit der speziellen Eisbohrmaschine zu bohren. Acht Löcher im Kreis, "hoffentlich perforiert er nicht die Eisfläche" dachte ich etwas besorgt.

EisbohrenDoch die Profis wissen genau, was sie tun. Das Eis war ca. 30 cm dick, also kein Grund zur Sorge. Obwohl ich vor eineinhalb Jahren eine Angel gekauft habe, hatte ich bisher noch nicht gefischt. Die Angst, einen Fisch am Haken zu haben war einfach zu groß.

Zur Vorbereitung musste ich mir noch eine Angellizenz an einer Tankstelle kaufen. Für 30 Dollar pro Jahr kann ich jetzt Angeln, für Ausländer kostet es 76 Dollar. Man bekommt noch ein dickes Heft mit den ganzen Regulierungen, wo und was man angeln darf. Die freundliche Frage des Tankwarts, ob ich gleich noch die Jagdlizenz erwerben möchte habe ich verneint. Eins nach dem Anderen!

Eisbohrer mit LochJeder Angler kann zwei Löcher haben und darf sich nicht mehr als 15 Meter von diesen entfernen. Als wir unsere Angeln in das eiskalte Nass versenken scherze ich noch mit Ben und sage ihm, dass ich den ersten Fisch fangen werde, es ist ja schließlich mein erstes Mal.

Und tatsächlich, nur wenige Minuten später zupft es an meiner Angel und ich befördere eine mittlere Regenbogenforelle zu Tage. Was für ein Erfolg. An Land befördert und vom Haken befreit wird sie im wahrsten Sinne des Wortes auf Eis gelegt. Was mir nicht so gefällt ist, dass sie nicht getötet wird. Inzwischen habe ich im Internet recherchiert, wie man Fische schnell und "human" tötet. Das werde ich beim nächsten Mal machen - versprochen.

Nachdem Rod und Ben noch insgesamt vier weitere Forellen gefangen haben, packen wir zusammen und fahren zurück. Da keiner die Fische haben will, nehme ich sie mit ins Hotel. Glücklicherweise übernimmt Rod noch das Ausnehmen für mich.

Stolz kehre ich in unser Hotel zurück und Michaela bereitet im Ofen fünf köstliche Regenbogenforellen für uns und unsere Mitarbeiter zu. Die Fische schmecken ausgezeichnet, vor allem die kleineren! Petri Heil.

Stolzer Eisfischer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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