Adobe Photoshop Lightroom 4Im ersten Quartal 2012 kommt die vierte Version von Adobes Bildorganisations- und –bearbeitungssoftware Lightroom auf den Markt. Mit jeder Version scheint die Bezeichnung länger zu werden. So heißt das Programm jetzt „Adobe Photoshop Lightroom 4“. Warum der Name der Bildbearbeitungssoftware darin auftauchen muss? Keine Ahnung.

Das scheint aber die einzige Schwäche zu sein. Nach einem ersten Test mit der Beta-Version bin ich noch mehr von Lightroom überzeugt als sowieso schon. Vor allem auf ein neues Feature habe ich schon lange gewartet, aber Lightroom hat noch mehr Überraschungen parat. Schauen Sie sich auch die Video-Demonstration an.

In der neuen Version ist eine komplette Software enthalten, mit der Fotobücher direkt aus Lightroom erstellt werden können. So kann man eine Sammlung erstellen, die Fotos darin so sortieren, wie sie in das Fotobuch übernommen werden sollen. Geht man dann auf das Modul „Book“ (die Beta-Version liegt nur in Englisch vor), kann man automatisch das Buch entsprechend der Sammlung mit Fotos ausfüllen. Somit kann man sich schneller der Detailarbeit widmen. Der einzige Fotobuchanbieter in der Beta-Version ist blurb.com. Wie das in der deutschen Version gelöst sein wird ist noch nicht klar. Allerdings kann man die Fotobücher auch als PDF-Datei speichern und sie so auf ein iPad übertragen.

Endlich Geotagging integriert

Der größte Fortschritt und Pluspunkt für mich persönlich ist aber das neue Modul „Maps“. Hiermit wird endlich das Geotagging in Lightroom integriert. So kann Lightroom 4 alle Fotos, die mit GPS-Daten versehen sind auf einer Landkarte anzeigen. Die Landkarte wird über Google Maps aus dem Internet in das Lightroom 4 Modul „Maps“ geladen. Es sind hier auch die aus Google Maps bekannten Ansichten „Karte“, „Satellit“ und „Terrain“ vorhanden.

Sind die Fotos noch nicht mit GPS-Daten versehen, dann zieht man das bzw. die Fotos an die Stelle der Karte, wo die Aufnahme entstand. Es gilt zu beachten, dass alle mit Lightroom hinzugefügten Informationen (Stichwörter, GPS-Daten und andere Metadaten) erst in der eigentlichen Bilddatei gespeichert werden, wenn man dies ausdrücklich über die Funktion „Metadaten in Datei speichern“ im Metadaten-Menü macht. Schneller geht es mit der Tastenkombination Ctrl+S (beim Mac: cmd+S). Bei RAW-Dateien können diese Informationen nicht direkt in der Datei gespeichert werden, dafür wird eine sogenannte Sidecar-Datei mit der Endung xmp angelegt. Werden die Fotos in Adobes RAW-Format DNG umgewandelt, können alle Metadaten direkt in dieser Datei gespeichert werden.

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